(Text der Pressemitteilung der Stadt Kehl)
Wie lassen sich die Fahrpläne der Schulbusse besser auf die Unterrichtszeiten abstimmen? Welche Möglichkeiten gibt es, den Sportplatz in der Kreuzmatt schöner zu gestalten und wie kann man dafür sorgen, dass das Mensa-Essen in der Tulla-Realschule mehr Schülern schmeckt? Fragen wie diese diskutierten die Mitglieder des neuen Kehler Jugendgemeinderates in ihrer konstituierenden Sitzung.
Viele verschiedene Themen hatten die Jugendlichen zusammengetragen und
bildeten zunächst Arbeitsgrup-pen, um ihre Wünsche besser angehen
zu können. Die große Mehrheit der Mitglieder des Jugendgemeinderats
ist zum ersten Mal in dem Gremium tätig, das es seit 1996 bei der Stadt
Kehl gibt. Entsprechend groß war der Ideenreichtum, was alles für
Kehler Kinder und Jugendliche organisiert werden könnte. Doch bevor
es an die praktische Arbeit ging, wurden die jungen Räte mit einem
formalen Akt in Amt und Würden willkommen geheißen: Stellvertretend
für ihre Kolleginnen und Kollegen wurde Selma Karadzic, das jüngste
Mitglied des Gremiums, von Oberbürgermeister Dr. Günther Petry
verpflichtet. "Sie können sich ab sofort für alle Angelegenheiten,
die im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegen und Jugendliche betreffen,
einsetzen", erklärte der Oberbürgermeister und appellierte
an die Gruppe, ihre Rechte und Pflichten sorgsam und verantwortungsvoll
wahrzunehmen.
In der anschließenden Diskussionsrunde nahmen die Jugendgemeinderäte
ihn beim Wort und präsentierten eine Vielzahl von Anfragen, Projekten
und Aktionen, die sie für die Kehler Jugendlichen in Angriff nehmen
möchten. Bereits begonnen haben sie mit einer Umfrage an den Schulen,
inwieweit Schülerinnen und Schüler von überfüllten und
zu selten verkehrenden Schulbussen betroffen sind. Ein Gespräch mit
der Stadt und der SWEG über Verbesserungsmöglichkeiten werden
sie in einem nächsten Schritt anstreben. Eine weitere Arbeitsgruppe
beschäftigt sich mit dem Mensa-Essen an der Tulla-Realschule, das Umfragen
zufolge vielen Schülern nicht schmecke. Die Jugendlichen wollen sich
auch hier mit der zuständigen Firma zusammensetzen und überlegen,
wie die Schüler stärker miteinbezogen werden können.
Neben neuen Projekten, zu denen auch Vorschläge für die Gestaltung
des Kreuzmatt-Sportplatzes mit Toren und einem neuen Bodenbelag sowie die
Organisation eines Dance-Contests in Kooperation mit dem Stadtjugendring
gehörten, werden auch traditionelle Aktionen des Jugendgemeinderates
erhalten bleiben: Die Oster-aktion "Send a bunny" soll es im kommenden
Jahr wieder geben, auch beim Weihnachtsmarkt wird der Jugendgemeinderat
mit einem Stand vertreten sein. Der Erlös des Verkaufs von Gebäck
und Gestecken soll, so entschieden es die jungen Räte in einer Abstimmung,
erneut der Kinderkrebsstation der Uniklinik Freiburg zugute kommen. Die
nächste Jugendgemeinderatssitzung wird am 2. Dezember stattfinden.

Selma Karadzic wird stellvertretend für alle Jugendge-meinderäte von Oberbürgermeister Petry im neuen Amt verpflichtet.