Konstituierende Sitzung am 04.11.2009

(Text der Pressemitteilung der Stadt Kehl)

Wie lassen sich die Fahrpläne der Schulbusse besser auf die Unterrichtszeiten abstimmen? Welche Möglichkeiten gibt es, den Sportplatz in der Kreuzmatt schöner zu gestalten und wie kann man dafür sorgen, dass das Mensa-Essen in der Tulla-Realschule mehr Schülern schmeckt? Fragen wie diese diskutierten die Mitglieder des neuen Kehler Jugendgemeinderates in ihrer konstituierenden Sitzung.

Viele verschiedene Themen hatten die Jugendlichen zusammengetragen und bildeten zunächst Arbeitsgrup-pen, um ihre Wünsche besser angehen zu können. Die große Mehrheit der Mitglieder des Jugendgemeinderats ist zum ersten Mal in dem Gremium tätig, das es seit 1996 bei der Stadt Kehl gibt. Entsprechend groß war der Ideenreichtum, was alles für Kehler Kinder und Jugendliche organisiert werden könnte. Doch bevor es an die praktische Arbeit ging, wurden die jungen Räte mit einem formalen Akt in Amt und Würden willkommen geheißen: Stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen wurde Selma Karadzic, das jüngste Mitglied des Gremiums, von Oberbürgermeister Dr. Günther Petry verpflichtet. "Sie können sich ab sofort für alle Angelegenheiten, die im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegen und Jugendliche betreffen, einsetzen", erklärte der Oberbürgermeister und appellierte an die Gruppe, ihre Rechte und Pflichten sorgsam und verantwortungsvoll wahrzunehmen.
In der anschließenden Diskussionsrunde nahmen die Jugendgemeinderäte ihn beim Wort und präsentierten eine Vielzahl von Anfragen, Projekten und Aktionen, die sie für die Kehler Jugendlichen in Angriff nehmen möchten. Bereits begonnen haben sie mit einer Umfrage an den Schulen, inwieweit Schülerinnen und Schüler von überfüllten und zu selten verkehrenden Schulbussen betroffen sind. Ein Gespräch mit der Stadt und der SWEG über Verbesserungsmöglichkeiten werden sie in einem nächsten Schritt anstreben. Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Mensa-Essen an der Tulla-Realschule, das Umfragen zufolge vielen Schülern nicht schmecke. Die Jugendlichen wollen sich auch hier mit der zuständigen Firma zusammensetzen und überlegen, wie die Schüler stärker miteinbezogen werden können.
Neben neuen Projekten, zu denen auch Vorschläge für die Gestaltung des Kreuzmatt-Sportplatzes mit Toren und einem neuen Bodenbelag sowie die Organisation eines Dance-Contests in Kooperation mit dem Stadtjugendring gehörten, werden auch traditionelle Aktionen des Jugendgemeinderates erhalten bleiben: Die Oster-aktion "Send a bunny" soll es im kommenden Jahr wieder geben, auch beim Weihnachtsmarkt wird der Jugendgemeinderat mit einem Stand vertreten sein. Der Erlös des Verkaufs von Gebäck und Gestecken soll, so entschieden es die jungen Räte in einer Abstimmung, erneut der Kinderkrebsstation der Uniklinik Freiburg zugute kommen. Die nächste Jugendgemeinderatssitzung wird am 2. Dezember stattfinden.

Selma Karadzic wird stellvertretend für alle Jugendge-meinderäte von Oberbürgermeister Petry im neuen Amt verpflichtet.